Begegnungen auf einer Wanderung

Im Mai 2017 hatte ich meine Seite mit Unterstützung von Freunden aufgebaut. Das Thema «Lehren und Lernen» war für mich wichtig, denn dazu habe ich etwas zu sagen.

Jetzt habe ich mich entschlossen, den Blog neu auszurichten. Es sollen Erlebnisse, Einsichten und Erfahrungen sein, über die hier berichtet wird. Dinge die mir wichtig sind; peinliche, lustige, traurige und besinnliche Momente sollen hier beschrieben sein. Natürlich in der Hoffnung, dass jede Leserin und jeder Leser sich amüsiert oder etwas Nützliches mitnehmen kann.
Es sollen auch Interviews und Geschichten mit interessanten Persönlichkeiten und Viechern drin Platz haben.

Braunvieh

Der Streit mit Braunvieh Mutterkuh Bella
Mit prächtigen Hörnern steht sie da Bella, ein Grauvieh. Grau-braun mit weissen Fransen an den Ohren. Neben ihr steht eine zweite Kuh.
Meinen Hund Tapas halte ich an der kurzen Leine, wie es sich gehört, wenn man eine Kuhweide durchquert. Schön dem Zaun entlang, nicht auffallen.
Bella und ihre Kuh-Kollegin kommen neugierig näher. «Ist alles gut,» sage ich zu Bella, «wir sind gleich wieder weg.» Doch Bella will es genauer wissen: „Hei was willst du hier mit deinem Hund?“, scheint sie zu fragen. „Geh weg, ich mache deinen Kälbern nichts, wir sind gleich weg“, erkläre ich ihr ruhig, und sie trottet mit ihrer Kuh-Kollegin weg.

Doch der Zaun hat am anderen Ende der Weide keinen Ausgang, er ist hoch und elektrisch geladen, für Tapas und mich gibt es hier kein Durchkommen. Offensichtlich führt der Wanderweg doch nicht hier durch, und ist vor dem Gattertor schlecht markiert. Wir müssen umkehren und noch einmal bei Bella vorbei.

Doch Bella fragt diesmal nicht. Sie kommt mit Verstärkung – jetzt sind sie zu viert – und greifen wirklich an. «Weg hier, lass unsere Kälber in Ruhe!», und schon liege ich am Boden. Tapas flieht mitsamt der Leine. Ich schreie: «Nein – lass mich, ich tue doch den Kälbern nichts!». Doch das hilft nicht mehr: Alle vier treten mich mit ihren Füssen.
……
Endlich kann ich wieder aufstehen. Doch Bella rennt auf mich zu und lädt mich auf die Hörner und spickt mich durch die Luft. «Weg jetzt mit dir!», heisst das sicher. Da liege ich wieder, über mir 4×4 Hufe. Wenige später kommt Bella mit ihrem grossen Kopf nah an mein Gesicht, ich sage gar nichts mehr und stelle mich tot. «Girls, es ist genug, lasst sie laufen. Sie hat ihren Teil gelernt. Sie ist K.O. und tut unseren Kälbern nichts mehr, wir lassen sie gehen.» Bella und ihre Kolleginnen trotten davon. Ich stehe auf, sammle Brille und Hut und suche nach Tapas. Ausserhalb der Weide sehe ich sie im Schatten sitzend warten.

Ich humple davon und komme mit vielen blauen Flecken und einigen Knochenbrüchen davon.
Danke Bella, dass ihr mich habt leben lassen.

Österreichs 10 Regeln im Umgang mit Weidevieh
https://www.youtube.com/watch?v=NYVYvHiHsKU&feature=youtu.be

Trauffer Müeh mit de Chüeh

Kuh-Bild oben von Bettina Thannheimer auf Pixabay.com

 

Erfolgreich lernen und behalten 5 Tipps

Lernen kann anstrengend sein, aber es kann auch Spass machen. Damit die Voraussetzungen besser sind, dass die Anstrengung mit Spass verbunden ist, sind hier 5 Tipps beschrieben.

Vor dem Lernen das Vorwissen aktivieren
Vor einer Weiterbildung oder bevor man sich in Fachliteratur vertieft, überlegen, was man schon zum Thema weiss. Je mehr man über ein Thema weiss, desto mehr lernt man dazu, desto schneller kann das neue Wissen verknüpft werden. Ein Artikel zu einem völlig unbekannten Thema ist schwieriger zu lesen und zu verstehen, als wenn bereits Anknüpfpunkte bestehen.  
In der Bildung wird oft das Matthäus-Prinzip erwähnt; dabei ist der Bibelvers gemeint in Matthäus 13.12: «Wer hat dem wird gegeben….». Oder eben: Wer bereits Vorkenntnisse hat, lernt besser.  

Volle Konzentration
Ganz bei einer Sache sein hilft, Neues zu erfassen und zu behalten. Längst ist bekannt, dass  Multitasking nicht gut ist.

Im Lerntoolkit der Uni Bern steht unter anderen Tipps: «Ein ungeteilter Aufmerksamkeitsfokus ist die Voraussetzung für effizientes Lernen.»

Was bringt es mir?
Neugierde und Emotionen helfen, fast bei jedem Thema etwas Interessantes zu finden.
Wenn nicht, ist es schade um die Zeit.

Einem Freund/einer Freundin davon erzählen
Wann immer möglich, das Gelernte weitererzählen. Wenn keine interessierte Zuhörerin/Zuhörer zur Verfügung steht, dann kann man auch eine Skizze oder ein Mindmap machen, um wesentliches festzuhalten.

Gelerntes schnell umsetzen
Das Gehirn ist wie eine Badewanne. Mit dem Unterschied, dass es bei der Badewanne länger dauert, bis sie überläuft. Nach 5 Minuten Fachliteratur, überläuft das Arbeitsgedächtnis. Regelmässig Stichworte aufschreiben oder eine Denkpause einlegen, damit das Gelesene oder Gelernte im Gehirn hängen bleibt. Weiterlesen „Erfolgreich lernen und behalten 5 Tipps“

Wissen zum Mitnehmen

Wie mein erster E-Learning Snack entsteht
Grosse Ziele am Anfang
Als Vorbereitung zu einem 7-tägigen Kurs, erstelle ich ein E-Learning «Snack». Jawohl, richtig gelesen, «Snack» heisst eine E-Learning Einheit in der IT Sprache. Die Lernenden sollen begeistert sein und sich den Inhalt spielerisch einprägen. Mein «Snack» soll motivierend, lustig und lehrreich sein.
Verschiedene Kommunikationsmodelle sollen auf dem E-Weg gelernt werden. Modelle zu verbaler und nonverbaler Kommunikation, zum Zuhören und so weiter und so fort. Alles ist besonders wichtig. Das stelle ich mir vor, soll man e-lernen können mit dem Snack. Es soll nachhaltig sein aber nicht Bauchweh machen. Sich nach dem Verdauen selbstverständlich in wunderbar ausgeprägte Kommunikationsmuskeln verwandeln.
Aber geht das wirklich? Zweifel sind erlaubt: Wie soll das gehen? Wir lernen Kommunikation alleine vor dem PC per E-Snack? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Das werden wir sehen. Weiterlesen „Wissen zum Mitnehmen“

Von den Besten lernen 2. Folge

Führen
Führen ist auch als Lehrerin und als Coach sehr wichtig. Auf meiner Tour „von den Besten lernen“, traf ich Corinne Gabriel Sarti und fragte sie, nach ihrer Erfahrung.

Corinne Gabriel Sarti, leitet 8 Bäckereien mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie spricht im Interview übers Singen, über Fettnäpfchen, übers Zuhören und darüber, was für sie zu einer guten Führung gehört.

Als Lehr- oder Führungsperson über Gelungenes und Misslungenes sprechen, eigenes Werkzeug schärfen – siehe unter Scheurer-Coaching mein Angebot.

Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?

Matti Häni (1 Monat)
Matti lächelt mit 28 Tagen zum ersten Mal seine Mutter an und er merkt sofort, dass es wirkt. Er hat bereits vieles gelernt im ersten Monat. Von der Brust zu trinken, seine Stimme lauter werden zu lassen. Er vertraut darauf, dass ihm nichts passiert wenn er schläft und dass jemand kommt, wenn er weint.

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Bild zvg

Livia Köhli (7 ½)
Zauberhut_Livia      Livia Köhli
Bilder zvg
Livia geht seit einem halben Jahr zur Schule. Auf die Frage, was lernst du gerne antwortet sie ganz aufgeregt:
„Ich lerne lesen und schau mal, das ist das erste Buch, das ich selber gelesen habe. Das zweite ist schon wieder in der Bibliothek.“ Ihre Mutter erklärt mir, dass Livia Quizfragen zum Buch im Antolin-Schulprogramm beantworten und so Punkte sammeln kann. Weiterlesen „Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?“