Nichts zu verlieren, viel zu gewinnen

5 einfache Wege zu mehr Glück

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Stell dir vor, du bist frisch verliebt oder du packst ein Geschenk aus. Es ist haargenau das drin, was du dir gewünscht hast. Glückshormone im Gehirn wie Dopamin und Serotonin sprudeln.
Es braucht keine neue Liebe und keine Geschenke, um das alltägliche Glück herauszufordern. Hier findest du 5 Wege zu mehr Glück im Alltag. Alle sind wissenschaftlich geprüft und selbst getestet.

Glück im Gehirn

In den 1950-er Jahren entdeckte James Olds, Psychologe an der University of Michigan, das Lustzentrum im Gehirn. Mit Tests entdeckte er das Dopamin. Das sogenannte Glücks- oder Belohnungshormon Dopamin treibt die Neuronen im Vorderhirn an, eine opiumähnliche Substanz freizugeben. Diese macht euphorisch. Dopamin macht uns aufmerksamer auf das glücklich machende Ereignis. Wir lernen so, was uns gut tut. Das Glücksempfinden flaut jedoch wieder ab.

Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, dauernd glücklich zu sein, aber es ist süchtig danach, nach Glück zu streben.

Manfred Spitzer

5 Tips um für mehr Glück und Lebensfreude

Etwas für andere tun
Oft richtet sich die Aufmerksamkeit auf uns selbst. Wer jedoch immer wieder Sinnvolles für andere tut, lebt zufriedener. Klar ist, wer nur für andere schaut, brennt aus. Altruismus (selbstlose Denk- und Handlungsweise oder Uneigennützigkeit) ist das Gegenteil von Egoismus. Nach dem deutschen Sozialpsychologen H.W. Bierhoff
verhalten wir uns altruistisch wenn wir:
– für jemanden absichtlich etwas Gutes zu tun
– es freiwillig tun ohne Aussicht auf Belohnung

Durch spezielle Nervenzellen im Gehirn – sogenannten Spiegelneuronen werden wir mit dem Gefühl des anderen „angesteckt“. Wenn unser Gegenüber leidet, leiden wir mit. Wenn er oder sie sich freut, freuen wir uns mit.

Wie ich dies in mein Leben integriere
Wenn ich mit meinem Caritas Patenkind Schlittschuh fahre und er sich freut, dass er bereits nach kurzer Zeit schneller fahren kann als ich.

Spielen
Kinder spielen wenn immer es möglich ist. Sie messen sich beim Wettrennen, spielen Fussball oder stellen ihren Bauernhof mit allen Tieren auf und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Sie freuen sich, wenn sie gewinnen, ärgern sich wenn sie verlieren oder werden wütend. Laut Lernforscher Gerald Hüther, fokussieren wir unser Gehirn meist auf etwas Bestimmtes. Beim Spielen werden im Gehirn neue Areale vernetzt. Jeder Erfolg beim Spielen, setzt kleine Mengen Dopamin frei und wir wollen mehr davon. Mehr dazu: Gerald Hüther, Rettet das Spiel – der Fantasie Flügel wachsen lassen.

Wie ich den Glücksfaktor Spiel einsetze
Seit einiger Zeit bin ich auf den Geschmack gekommen. Puzzle spielen – Teil um Teil fügt sich zusammen. Mit jedem gefunden Teil ein innerer oder äusserer Jubel. In der fast meditativen Zeit beim Puzzleteile suchen, löst sich auch so mancher Knoten im Gehirn. Eine Lösung für ein lange gehegtes Problem wird plötzlich offensichtlich. Der Suchtfaktor ist jedoch nicht zu unterschätzen und bedingt ab und zu eine strikte Zeitlimite.

Puzzle – jedes gefundene Teil ein Glück


Erwartung kontrollieren
Wer kennt es nicht. Die Ferien stehen vor der Tür, die Vorfreude ist gross – endlich ist es soweit. Das Thema unter Kollegen und Freundinnen ist das Wetter. Wer für Dinge, die nicht beeinflussbar sind die Erwartungen bewusst kontrolliert, wird immer wieder positiv überrascht.
Unser Gehirn schüttet immer dann Glückshormone aus, wenn etwas besser oder schöner ist, als erwartet.

Wie ich meine Erwartungen kontrolliere
Wenn ich mir meine Ferien nur mit strahlend schönem, trockenem Wetter vorgestellt habe, bin ich sehr enttäuscht wenn es einmal regnet. Wenn ich keine grossen Wetter-Erwartungen habe, kann ich sogar einen Regentag geniessen. Bei Dingen die wir nicht beeinflussen können, ist es gut, wenn wir wenig erwarten.

Blauer Himmel


Neues lernen
Eine der Hauptaufgaben unseres Gehirns, neben der Steuerung lebenswichtiger Aufgaben, ist das Lernen. Das Gehirn ist also ein Lernorgan. Mit allem was wir neu lernen, verändert sich unser Gehirn. Die Synapsen werden neu „verdrahtet“. Neugierde und die Lust Neues zu lernen, ist wie Flüssigdünger fürs Gehirn, sagt Prof. Manfred Spitzer. Das Glückszentrum reagiert auf schöne, neue Reize. Das Glückshormon hat mehrere Funktionen und Effekte beim Lernen. Es hebt die Stimmung und das Lernen wird leichter. „Alles was Ihnen Freude macht, wollen Sie wiederholen. So kommen Sie in einen Kreislauf, der letztlich lebenslanges Lernen bedingt,“ sagt der Neurologe Dr. Volker Busch. Das Gehirn wird vom Lernen glücklich. Mehr dazu unter mdr.de/Hirnforschung.

Wie ich Neues als Inspiration zum Glück nutze
Mein aktuelles, grösseres Lernprojekt ist Videos drehen und schneiden. Stück für Stück lerne und übe ich, bis etwas Brauchbares entsteht. Siehe Video im letzten Blog „unmöglich„. Wenn etwas gelingt, freue ich mich wie ein Kind auf Weihnachten. Ich will danach weiterlernen und bin neugierig, wie das Resultat noch besser werden kann.

Schokolade
Macht Schokolade wirklich glücklich? Der Facharzt für Nuklearmedizin Swen Hesse hat mit sog. PET Bildern (Positronen-Emissions-Tomographie) nachgewiesen, dass Zucker im Gehirn in Form von kleinen bunten Explosionen abgebildet wird. „Je mehr Botenstoff Serotonin (auch ein sog. Glückshormon) im Körper vorhanden ist, desto besser ist unsere Stimmung. Die Vorstufe dieses Stoffes, das Tryptophan, ist in zahlreichen Lebensmitteln, etwa in Schokolade, Bananen, Fisch etc. enthalten“, erklärt Hesse. Dies stützt die Behauptung Schokolade mache glücklich. Mehr dazu unter http://www.medica.de/Wirkung von Schokolade im Gehirn

Wie ich Schokolade für Glück und Lebensfreude einsetze
Es kommt vor, dass ich nach einem Schultag oder nach Prüfungen zum Automaten gehe und mich mit einem Schokoriegel belohne. Den geniesse ich sehr bewusst. Natürlich ist dies nicht der einzige Moment im Leben, wo ich zu Schokolade greife. Für mich ist es jedoch gut, wenn der Riegel ein Ende hat – eine grosse Tafel macht nicht glücklicher. Jedenfalls nicht langfristig.

Was tust du für Glück und Lebensfreude?



Begegnungen auf einer Wanderung

Im Mai 2017 hatte ich meine Seite mit Unterstützung von Freunden aufgebaut. Das Thema «Lehren und Lernen» war für mich wichtig, denn dazu habe ich etwas zu sagen.

Jetzt habe ich mich entschlossen, den Blog neu auszurichten. Es sollen Erlebnisse, Einsichten und Erfahrungen sein, über die hier berichtet wird. Dinge die mir wichtig sind; peinliche, lustige, traurige und besinnliche Momente sollen hier beschrieben sein. Natürlich in der Hoffnung, dass jede Leserin und jeder Leser sich amüsiert oder etwas Nützliches mitnehmen kann.
Es sollen auch Interviews und Geschichten mit interessanten Persönlichkeiten und Viechern drin Platz haben.

Braunvieh

Der Streit mit Braunvieh Mutterkuh Bella
Mit prächtigen Hörnern steht sie da Bella, ein Grauvieh. Grau-braun mit weissen Fransen an den Ohren. Neben ihr steht eine zweite Kuh.
Meinen Hund Tapas halte ich an der kurzen Leine, wie es sich gehört, wenn man eine Kuhweide durchquert. Schön dem Zaun entlang, nicht auffallen.
Bella und ihre Kuh-Kollegin kommen neugierig näher. «Ist alles gut,» sage ich zu Bella, «wir sind gleich wieder weg.» Doch Bella will es genauer wissen: „Hei was willst du hier mit deinem Hund?“, scheint sie zu fragen. „Geh weg, ich mache deinen Kälbern nichts, wir sind gleich weg“, erkläre ich ihr ruhig, und sie trottet mit ihrer Kuh-Kollegin weg.

Doch der Zaun hat am anderen Ende der Weide keinen Ausgang, er ist hoch und elektrisch geladen, für Tapas und mich gibt es hier kein Durchkommen. Offensichtlich führt der Wanderweg doch nicht hier durch, und ist vor dem Gattertor schlecht markiert. Wir müssen umkehren und noch einmal bei Bella vorbei.

Doch Bella fragt diesmal nicht. Sie kommt mit Verstärkung – jetzt sind sie zu viert – und greifen wirklich an. «Weg hier, lass unsere Kälber in Ruhe!», und schon liege ich am Boden. Tapas flieht mitsamt der Leine. Ich schreie: «Nein – lass mich, ich tue doch den Kälbern nichts!». Doch das hilft nicht mehr: Alle vier treten mich mit ihren Füssen.
……
Endlich kann ich wieder aufstehen. Doch Bella rennt auf mich zu und lädt mich auf die Hörner und spickt mich durch die Luft. «Weg jetzt mit dir!», heisst das sicher. Da liege ich wieder, über mir 4×4 Hufe. Wenige später kommt Bella mit ihrem grossen Kopf nah an mein Gesicht, ich sage gar nichts mehr und stelle mich tot. «Girls, es ist genug, lasst sie laufen. Sie hat ihren Teil gelernt. Sie ist K.O. und tut unseren Kälbern nichts mehr, wir lassen sie gehen.» Bella und ihre Kolleginnen trotten davon. Ich stehe auf, sammle Brille und Hut und suche nach Tapas. Ausserhalb der Weide sehe ich sie im Schatten sitzend warten.

Ich humple davon und komme mit vielen blauen Flecken und einigen Knochenbrüchen davon.
Danke Bella, dass ihr mich habt leben lassen.

Österreichs 10 Regeln im Umgang mit Weidevieh
https://www.youtube.com/watch?v=NYVYvHiHsKU&feature=youtu.be

Trauffer Müeh mit de Chüeh

Kuh-Bild oben von Bettina Thannheimer auf Pixabay.com

 

Erfolgreich lernen und behalten 5 Tipps

Lernen kann anstrengend sein, aber es kann auch Spass machen. Damit die Voraussetzungen besser sind, dass die Anstrengung mit Spass verbunden ist, sind hier 5 Tipps beschrieben.

Vor dem Lernen das Vorwissen aktivieren
Vor einer Weiterbildung oder bevor man sich in Fachliteratur vertieft, überlegen, was man schon zum Thema weiss. Je mehr man über ein Thema weiss, desto mehr lernt man dazu, desto schneller kann das neue Wissen verknüpft werden. Ein Artikel zu einem völlig unbekannten Thema ist schwieriger zu lesen und zu verstehen, als wenn bereits Anknüpfpunkte bestehen.  
In der Bildung wird oft das Matthäus-Prinzip erwähnt; dabei ist der Bibelvers gemeint in Matthäus 13.12: «Wer hat dem wird gegeben….». Oder eben: Wer bereits Vorkenntnisse hat, lernt besser.  

Volle Konzentration
Ganz bei einer Sache sein hilft, Neues zu erfassen und zu behalten. Längst ist bekannt, dass  Multitasking nicht gut ist.

Im Lerntoolkit der Uni Bern steht unter anderen Tipps: «Ein ungeteilter Aufmerksamkeitsfokus ist die Voraussetzung für effizientes Lernen.»

Was bringt es mir?
Neugierde und Emotionen helfen, fast bei jedem Thema etwas Interessantes zu finden.
Wenn nicht, ist es schade um die Zeit.

Einem Freund/einer Freundin davon erzählen
Wann immer möglich, das Gelernte weitererzählen. Wenn keine interessierte Zuhörerin/Zuhörer zur Verfügung steht, dann kann man auch eine Skizze oder ein Mindmap machen, um wesentliches festzuhalten.

Gelerntes schnell umsetzen
Das Gehirn ist wie eine Badewanne. Mit dem Unterschied, dass es bei der Badewanne länger dauert, bis sie überläuft. Nach 5 Minuten Fachliteratur, überläuft das Arbeitsgedächtnis. Regelmässig Stichworte aufschreiben oder eine Denkpause einlegen, damit das Gelesene oder Gelernte im Gehirn hängen bleibt. Weiterlesen „Erfolgreich lernen und behalten 5 Tipps“

Wissen zum Mitnehmen

Wie mein erster E-Learning Snack entsteht
Grosse Ziele am Anfang
Als Vorbereitung zu einem 7-tägigen Kurs, erstelle ich ein E-Learning «Snack». Jawohl, richtig gelesen, «Snack» heisst eine E-Learning Einheit in der IT Sprache. Die Lernenden sollen begeistert sein und sich den Inhalt spielerisch einprägen. Mein «Snack» soll motivierend, lustig und lehrreich sein.
Verschiedene Kommunikationsmodelle sollen auf dem E-Weg gelernt werden. Modelle zu verbaler und nonverbaler Kommunikation, zum Zuhören und so weiter und so fort. Alles ist besonders wichtig. Das stelle ich mir vor, soll man e-lernen können mit dem Snack. Es soll nachhaltig sein aber nicht Bauchweh machen. Sich nach dem Verdauen selbstverständlich in wunderbar ausgeprägte Kommunikationsmuskeln verwandeln.
Aber geht das wirklich? Zweifel sind erlaubt: Wie soll das gehen? Wir lernen Kommunikation alleine vor dem PC per E-Snack? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Das werden wir sehen. Weiterlesen „Wissen zum Mitnehmen“

Von den Besten lernen 2. Folge

Führen
Führen ist auch als Lehrerin und als Coach sehr wichtig. Auf meiner Tour „von den Besten lernen“, traf ich Corinne Gabriel Sarti und fragte sie, nach ihrer Erfahrung.

Corinne Gabriel Sarti, leitet 8 Bäckereien mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie spricht im Interview übers Singen, über Fettnäpfchen, übers Zuhören und darüber, was für sie zu einer guten Führung gehört.

Als Lehr- oder Führungsperson über Gelungenes und Misslungenes sprechen, eigenes Werkzeug schärfen – siehe unter Scheurer-Coaching mein Angebot.

Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?

Matti Häni (1 Monat)
Matti lächelt mit 28 Tagen zum ersten Mal seine Mutter an und er merkt sofort, dass es wirkt. Er hat bereits vieles gelernt im ersten Monat. Von der Brust zu trinken, seine Stimme lauter werden zu lassen. Er vertraut darauf, dass ihm nichts passiert wenn er schläft und dass jemand kommt, wenn er weint.

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Bild zvg

Livia Köhli (7 ½)
Zauberhut_Livia      Livia Köhli
Bilder zvg
Livia geht seit einem halben Jahr zur Schule. Auf die Frage, was lernst du gerne antwortet sie ganz aufgeregt:
„Ich lerne lesen und schau mal, das ist das erste Buch, das ich selber gelesen habe. Das zweite ist schon wieder in der Bibliothek.“ Ihre Mutter erklärt mir, dass Livia Quizfragen zum Buch im Antolin-Schulprogramm beantworten und so Punkte sammeln kann. Weiterlesen „Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?“