Spass haben oder immer vernünftig sein?

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 Meine Mutter pflegte bei den Hausaufgaben zu sagen: „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Andere Sprichwörter wie z.B. verschiebe nichts auf Morgen, was du heute kannst besorgen. Oder: Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Sie alle besagen, dass die Musse den Faulen gehört. Für meine Eltern war Fleiss wichtig.

Heute geht’s mir oft so, dass die Arbeit getan ist, die Wäsche gebügelt, die Post erledigt, die Rechnungen bezahlt – und jetzt käme das Vergnügen.

Doch wenn ich es mir auf dem Sofa mit meinem Lieblingsbuch gemütlich mache, schlafe ich nach drei Seiten ein. Nicht weil das Buch langweilig ist, sondern weil schon 23 Uhr ist.

Leicht frustriert, zottle ich ins Badezimmer und dann ab ins Bett. Das Buchzeichen bleibt über Tage fast an derselben Stelle.

Ich fühle mich erwachsen und vernünftig, weil ich Vernünftigeres tue als einen spannenden Roman zu lesen, der eigentlich keinen weiteren Nutzen hat, als dass ich in einer anderen Welt versinke. (mehr …)

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Perspektivenwechsel

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Der Hundetrainer macht es so
Das Ganze einmal andersrum. Im Alltag bin ich die Lehrerin und hoffe, meine „SchülerInnen“ lernen etwas Sinnvolles bei mir. Heute bin ich die „Schülerin“ mit dem Ziel, dass mein Hund Tapas besser abrufbar wird. So sieht es mit dem zurückrufen normalerweise aus. „Tapas – hier!“, rufe ich im Wald, oft bereits mit einem Stück Wurst in der Hand. Tapas schaut mich an und kommt sofort, meistens, etwa fünf von zehn Mal. Anders ist es, wenn Tapas beschäftigt ist mit einer spannenden Spur oder wenn sie schnüffelt, was sie liebend gerne tut. In diesem Fall tönt es dann so: „Tapas, hier“, nichts geschieht. Etwas lauter: „Tapaaas hier!!!!“, keine Reaktion. Nun will ich vom Hundetrainer Remo Rufer wissen, wie ich meine Erfolgsquote steigern kann. Sagen wir um 30% das heisst acht von zehn Mal.
Hundetrainer_1

Die erste Übung, erklärt mir Remo, hat mit der klassischen Konditionierung zu tun. Auf einen Reiz folgt eine Reaktion. Mit einem sogenannten Marker, einem wohlklingenden Wort, kann ich Tapas darauf einstimmen. Ich wähle „Yip“, als Marker, das tönt sanft. (mehr …)

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6 Fragen an Geri Thomann zu Feedback und Rückmeldungen

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Geri Thomann
Geri Thomann

Sowohl in der Bildung als auch in der Führung werden oft Rückmeldungen gegeben und auch empfangen. Was macht es einfacher Rückmeldungen zu geben und anzunehmen? Gibt es Rezepte für heikle Rückmeldungen? Auf diese Fragen gibt Geri Thomann Antwort.

Die Feedbackregeln sagen, dass es erwünscht, nicht wertend, rechtzeitig, brauchbar etc. sein soll. In der Bildung wird diskutiert ob man in Zusammenhang mit Beurteilung von Feedback sprechen kann?
Geri Thomann:
Ich persönlich spreche in Bezug auf Beurteilungen eher von Rückmeldungen oder beurteilenden Rückmeldungen. Da ist der Begriff Feedback nicht ganz korrekt. (mehr …)

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Von den Besten lernen 1. Folge

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Gesangslehrerin Andrea Wiget äussert sich zu Lampenfieber und Freude am Singen https://youtu.be/oSEZFwC8XHM Lucky and Free mit Andrea Wiget und Leah…

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5 Rezepte für erfolgreichen Unterricht

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„Ich unterrichte kreatives Schreiben und mein grösstes Geheimnis ist die Kreativität meiner Studenten zu befreien. Ich unterstütze sie, zu Schreiben ohne nachzudenken vor und während dem Schreibprozess. Mein „Sentence Game“ ist sehr effektiv. Das geht so: Ich gebe dir den ersten Satz und zehn Minuten Zeit. Dann schreibst du als Fortsetzung dieses Satzes, was dir gerade einfällt. Es ist ein wunderbar, effektiver Weg Gedanken zu umgehen, nicht gut oder nicht gut genug schreiben zu können. Wenn die Studenten nicht auf diese Gedanken hören, merken sie plötzlich, dass sie es wirklich gut können“. Menna van Praag lebt in Cambridge und ist Autorin mehrere Bücher und Journalistin. Das bekannteste, in 26 Sprachen übersetzte Buch ist Men, Money and Chocolate (2009) www.mennavanpraag.com

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Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?
Matti Häni

Wir lernen in jedem Alter – müssen wir oder tun wir es aus purer Lust?

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Matti Häni (1 Monat)
Matti lächelt mit 28 Tagen zum ersten Mal seine Mutter an und er merkt sofort, dass es wirkt. Er hat bereits vieles gelernt im ersten Monat. Von der Brust zu trinken, seine Stimme lauter werden zu lassen. Er vertraut darauf, dass ihm nichts passiert wenn er schläft und dass jemand kommt, wenn er weint.

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Bild zvg

Livia Köhli (7 ½)
Zauberhut_Livia      Livia Köhli
Bilder zvg
Livia geht seit einem halben Jahr zur Schule. Auf die Frage, was lernst du gerne antwortet sie ganz aufgeregt:
„Ich lerne lesen und schau mal, das ist das erste Buch, das ich selber gelesen habe. Das zweite ist schon wieder in der Bibliothek.“ Ihre Mutter erklärt mir, dass Livia Quizfragen zum Buch im Antolin-Schulprogramm beantworten und so Punkte sammeln kann. (mehr …)

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