Wissen zum Mitnehmen

Wie mein erster E-Learning Snack entsteht
Grosse Ziele am Anfang
Als Vorbereitung zu einem 7-tägigen Kurs, erstelle ich ein E-Learning «Snack». Jawohl, richtig gelesen, «Snack» heisst eine E-Learning Einheit in der IT Sprache. Die Lernenden sollen begeistert sein und sich den Inhalt spielerisch einprägen. Mein «Snack» soll motivierend, lustig und lehrreich sein.
Verschiedene Kommunikationsmodelle sollen auf dem E-Weg gelernt werden. Modelle zu verbaler und nonverbaler Kommunikation, zum Zuhören und so weiter und so fort. Alles ist besonders wichtig. Das stelle ich mir vor, soll man e-lernen können mit dem Snack. Es soll nachhaltig sein aber nicht Bauchweh machen. Sich nach dem Verdauen selbstverständlich in wunderbar ausgeprägte Kommunikationsmuskeln verwandeln.
Aber geht das wirklich? Zweifel sind erlaubt: Wie soll das gehen? Wir lernen Kommunikation alleine vor dem PC per E-Snack? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Das werden wir sehen. Weiterlesen „Wissen zum Mitnehmen“

Fo-Kuss für den Kopf

Nach dem Mittagessen komme ich in mein Büro zurück. Trotz starkem Kaffee, gelingt es mir heute nicht, mich auf mein Konzept zu konzentrieren und daran weiterzuarbeiten. Tausend Gedanken und Aufgaben, gehen mir durch den Kopf. Die erledige ich auch. Doch meine wichtigste Arbeit für heute, die bleibt liegen. Dabei wäre es gerade heute angenehm ruhig, die Strasse wenig befahren und kein Baulärm. Mein Kopf will jedoch keine Ruhe geben. Er widersetzt sich strickte den Vorgaben, die ich ihm gebe: „Denke jetzt an nichts anderes, als an das Konzept für den nächsten Kurs.“ Aber es kommt mir vor, als riefen alle Hirnzellen gemeinsam: „Nein, ich kann jetzt nicht!“ An etwas anderes denken und in Bewegung kommen soll helfen, wenn es mit einer Aufgabe nicht  weitergeht. Also reduziere ich die Anzahl der eMails in meinem Posteingang von 179 auf 155. Aufräumen entlastet, sagt Marie Kondo die japanische Meisteraufräumerin: „Entweder versprüht ein Gegenstand Funken der Freude oder er kann weggeworfen werden.“ Weiterlesen „Fo-Kuss für den Kopf“

Eine Klasse wie ein bunter Herbstwald

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Meine Klasse ist wie ein bunter Herbstwald, und ich bin die „Waldmeisterin“.
Die grüne, mächtige Buche präsentiert sich als grosser, gutaussehender Kursteilnehmer, der in der Mitte sitzt, meist umgeben von zwei Frauen. Er ist aufmerksam, flüstert nie mit seinen Nachbarinnen. Er schaut mir gerade ins Gesicht, und ich registriere, wenn er ab und zu seine Stirn in Falten legt. „Bist du nicht einverstanden, mit dem Auftrag, den ich eben gegeben habe?“ Voll erwischt: „Doch doch, was hast du gerade gesagt, ich habe etwas ganz anderes gedacht.“ Meine Augenbrauen heben sich waldmeisterlich: „Was denn?“ „Uh, das kann ich hier nicht sagen.“ „Auftrag, was für einen Auftrag, das habe ich nicht mitbekommen.“ Weiterlesen „Eine Klasse wie ein bunter Herbstwald“

Sonntags – Links

Drei Lieblingslinks

Etwas fürs Auge – leidenschaftliche Wolkenforschung
https://www.ted.com/talks/gavin_pretor_pinney_cloudy_with_a_chance_of_joy?utm_campaign=tedspread–a&utm_medium=referral&utm_source=tedcomshare
Es können deutsche Untertitel eingestellt werden

Etwas für die kommunikativen Lachmuskeln – Loriot, das harte Ei
https://youtu.be/UWjIX3h1C0Q

Etwas fürs Ohr Missa Brevis – wunderbare Chor- und Orchestermusik, komponiert von Jacob de Haan (Jg. 1959 Holland)

 

 

 

 

 

 

Von den Besten lernen 2. Folge

Führen
Führen ist auch als Lehrerin und als Coach sehr wichtig. Auf meiner Tour „von den Besten lernen“, traf ich Corinne Gabriel Sarti und fragte sie, nach ihrer Erfahrung.

Corinne Gabriel Sarti, leitet 8 Bäckereien mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie spricht im Interview übers Singen, über Fettnäpfchen, übers Zuhören und darüber, was für sie zu einer guten Führung gehört.

Als Lehr- oder Führungsperson über Gelungenes und Misslungenes sprechen, eigenes Werkzeug schärfen – siehe unter Scheurer-Coaching mein Angebot.

Die Ziele sind gesetzt und jetzt? Erreichen natürlich – what else?

Fünf Tipps um Ziele zu erreichen

Wir setzen täglich Ziele für unser Team, unsere Klasse, mit unseren Klienten oder für uns selbst. Mit dem perfekten formulieren der Ziele ist es jedoch noch nicht getan. Das Ziel in einem meiner Kurse ist: „Die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer sind sich ihrer Wirkung (verbal und nonverbal) bewusst“. Nun liegt es an mir, den Unterricht so zu gestalten, dass es in einem Tag möglich ist, die eigene Wirkung zu erproben und von den anderen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern ein Feedback zu erhalten. Bereits während und nicht erst nach dem Kurs, soll die Wirkung erprobt und erlebt werden. Die Teilnehmenden halten daher ein zweiminütiges Kurzreferat zum Thema „Was ist mir in letzter Zeit so richtig misslungen?“ Mit einem Smartphone werden die Auftritte aufgezeichnet. Die Geschichten sind meisten lustig und Lacher sind garantiert. Anschliessen werden die aufgezeichneten Vorträge zu zweit analysiert, und die Teilnehmenden erhalten so Rückmeldung zum Auftritt.

Fünf Tipps um Ziele zu erreichen

  • Braucht es viel Übung, um das gesetzte Ziel zu erreichen, wie z.B. beherrschen des 10-Finger Systems, kommt man nicht drum herum zu üben. Dabei darf die Schwelle nicht zu hoch gesetzt sein. 10 Minuten täglich, ist bereits eine gute Leistung. Nimmt man sich zu viel vor, besteht die Gefahr, die Übungssequenz zu verschieben und nichts zu tun
  • Reflektiert und clever trainieren resp. üben. Wer sich für eine mündliche Prüfung vorbereitet, muss Fachwissen vertiefen und auch argumentieren und begründen können
  • Führe Gewohnheiten ein, um Ziele zu erreichen. Setze grosse Ziele und mache kleine Schritte. Das war früher das Schnellrechentraining vor der Mathestunde
  • Folge einem Plan und halte die Abmachungen mit dir selbst ein, so dass du Freude am Fortschritt hast. Unterstütze die Klasse und die Klienten das Ziel zu erreichen indem klar ist, wie es erreicht werden kann
  • TUN – „Es gibt nichts Gutes: außer man tut es.“ Sagte schon Erich Kästner. Gut formulierte Ziele zu setzen ist ein Anfang. Die 72 Stunden Regel besagt, dass es viel wahrscheinlicher ist ein Ziel zu erreichen, wenn der erste Schritt bereits in den ersten 72 Stunden erfolgt um das Vorhaben umzusetzen.

Was ich von meinen Mentors Ariel&Shya Kane gelernt habe: Wer mit dem Leben unzufrieden ist, wird auch nicht zufrieden sein, wenn alle Ziele erreicht sind.

Ziele setzen und erreichen – ein Coaching kann dabei helfen – mein Angebot

Quellen:
http://karrierebibel.de/72-stunden-regel/ (aufgerufen am 01.09.2017)
The One Thing, Keller G., Papasan J.

Stell dir vor….

IMG_4796 … du willst hoch hinaus. Ob mit deinem Team, deiner Klasse, mit einer Gruppe oder mit dir selbst. Dafür ist es hilfreich, Ziele zu setzen. Wir setzen täglich Ziele, doch was braucht es, damit der Weg dahin möglichst attraktiv ist, damit wir ihn auf uns nehmen? Polo Hofer, der Schweizer Musiker (1947-2017) schreibt in Polosophie Band 1: „Der Weg ist das Ziel, aber das Ziel ist im Weg.“ Das passiert, wenn das Ziel weit weg ist oder wenn das Gefühl aufkommt, es werde alles besser, wenn nur endlich das Ziel erreicht sei. Der Weg wird so zum Kampf, weil nur noch das Ziel zählt.

Daher habe ich nachfolgend fünf hilfreiche Tipps zusammengestellt, wie du Ziele so setzen kannst, damit du sie auch erreichst

Fünf Tipps, erreichbare Ziele zu setzten:

  • Vom Ende (Ziel) her planen. Wenn mein Ziel ist, Ich will in neun Monaten den Grand Prix von Bern (knapp 17 km) in 1 Stunde und 20 Minuten laufen. Welche Zwischenziele muss ich mir zu welchen Zeitpunkten setzen?
  • Wenn Ziele kompetenzorientiert* gesetzt sind, wird bereits eine kleine Annäherung an das Ziel sichtbar. Bezogen auf mein Ziel, den GP von Bern in 1 Stunde und 20 Minuten zu absolvieren heisst das, dass wenn ich in einem Monat fähig bin, 10 Kilometer unter 50 Minuten zu laufe, dass ich meinem Ziel schon ein bisschen näher bin. Zur Formulierung von kompetenzorientierten Zielen, ist es hilfreich, Verben/Worte wie darstellen, ordnen, zusammensetzen, erklären etc. zu verwenden.
  • Ziele und Teilziele aufschreiben z.B. nach SMART (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) formuliert nach PIG (positiv, in Ich Form und in der Gegenwart). Die Ziele werden verbindlicher, wenn sie schriftlich formuliert sind.
  • Woran erkenne ich, dass das (Teil)Ziel erreicht ist? Die Sichtbarkeit der Zwischenergebnisse ist wichtig, damit man weiss, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.
  • Jedes erreichte Teilziel feiern. Ziele zu erreichen und sich kompetent zu fühlen, macht glücklich und ist motivierender als Lob. Das heisst nicht, Lob und Anerkennung seien nicht wichtig. Wer sich jedoch selbst gegenüber verpflichtet, zu tun was es braucht um die Ziele zu erreichen, fühlt sich kompetent.

Weiterlesen „Stell dir vor….“

Spass haben oder immer vernünftig sein?

 Meine Mutter pflegte bei den Hausaufgaben zu sagen: „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Andere Sprichwörter wie z.B. verschiebe nichts auf Morgen, was du heute kannst besorgen. Oder: Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Sie alle besagen, dass die Musse den Faulen gehört. Für meine Eltern war Fleiss wichtig.

Heute geht’s mir oft so, dass die Arbeit getan ist, die Wäsche gebügelt, die Post erledigt, die Rechnungen bezahlt – und jetzt käme das Vergnügen.

Doch wenn ich es mir auf dem Sofa mit meinem Lieblingsbuch gemütlich mache, schlafe ich nach drei Seiten ein. Nicht weil das Buch langweilig ist, sondern weil schon 23 Uhr ist.

Leicht frustriert, zottle ich ins Badezimmer und dann ab ins Bett. Das Buchzeichen bleibt über Tage fast an derselben Stelle.

Ich fühle mich erwachsen und vernünftig, weil ich Vernünftigeres tue als einen spannenden Roman zu lesen, der eigentlich keinen weiteren Nutzen hat, als dass ich in einer anderen Welt versinke. Weiterlesen „Spass haben oder immer vernünftig sein?“

Perspektivenwechsel

Der Hundetrainer macht es so
Das Ganze einmal andersrum. Im Alltag bin ich die Lehrerin und hoffe, meine „SchülerInnen“ lernen etwas Sinnvolles bei mir. Heute bin ich die „Schülerin“ mit dem Ziel, dass mein Hund Tapas besser abrufbar wird. So sieht es mit dem zurückrufen normalerweise aus. „Tapas – hier!“, rufe ich im Wald, oft bereits mit einem Stück Wurst in der Hand. Tapas schaut mich an und kommt sofort, meistens, etwa fünf von zehn Mal. Anders ist es, wenn Tapas beschäftigt ist mit einer spannenden Spur oder wenn sie schnüffelt, was sie liebend gerne tut. In diesem Fall tönt es dann so: „Tapas, hier“, nichts geschieht. Etwas lauter: „Tapaaas hier!!!!“, keine Reaktion. Nun will ich vom Hundetrainer Remo Rufer wissen, wie ich meine Erfolgsquote steigern kann. Sagen wir um 30% das heisst acht von zehn Mal.
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Die erste Übung, erklärt mir Remo, hat mit der klassischen Konditionierung zu tun. Auf einen Reiz folgt eine Reaktion. Mit einem sogenannten Marker, einem wohlklingenden Wort, kann ich Tapas darauf einstimmen. Ich wähle „Yip“, als Marker, das tönt sanft. Weiterlesen „Perspektivenwechsel“