Mehr Leichtigkeit im Alltag

Ich will wütend und traurig sein

Wer kennt diesen Zustand nicht? Als Kind in einer Ecke sitzend, einfach wütend und traurig sein. Alle aufmunternden Gesten machen das Elend nur noch schlimmer. Man will einfach jetzt nichts Lustiges. Das Leben ist nicht lustig.

Nur wir selber können beschliessen, aus der Ecke zu kommen und mit Schmollen aufzuhören. Auch als Erwachsene.

4 Tipps für mehr Leichtigkeit

Wenn ein Regenbogen am Himmel erscheint, sind Wolken und Sonne im Spiel. Die Farben sind mal heller und mal dunkler. Wenn es gelingt, immer wieder helle Farben und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen, tut es enorm gut. Mit allen Gefühlen lebendig sein, ob sie nun dunkel oder hell sind – das heisst Leben. Vier Tipps, wie das Leben wieder heller wird. Alle vier sind erprobt und es hat Spass gemacht.

Grimassen machen vor dem Spiegel

Auf der Suche nach geeigneten «Gesichtsübungen», lasse ich mich auf YouTube von Video zu Video treiben. Da lacht mir eine junge Frau mit jugendlicher Haut vom Bildschirm entgegen, gerade erst dem Pickelalter entkommen. «Wenn Sie diese Übungen täglich machen, gehen die lästigen Falten an der Stirn weg.» Als hätte sie jemals Falten gehabt. Da lache ich bereits zum ersten Mal. Wenn schon Falten vorbeugen, soll es wenigstens Spass machen.

Beim Versuch, der eigenen Faltenprophylaxe, schneide ich Grimassen. Als Kind, lange vor den ersten Falten, hat es Spass gemacht. Da habe ich heimlich einen Stuhl vor den Spiegel gestellt, und dann ging’s los: Zunge raus, Backen aufblähen und so weiter und sofort.  

Das geht auch vor oder nach der Sitzung, wenn man alleine ist oder auf der Toilette sitzt. Es lockert die Gesichtsmuskeln. Wer sich selber zum Lachen bringen kann, bringt Leichtigkeit in den Alltag.

Anker setzen gibt Leichtigkeit

Positive Gefühle sofort in jeder Situation abrufen können. Dafür eignet sich die Ankermethode. Sie kommt aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren) und ist eine Möglichkeit, um gute Gefühle zu «befestigen». So können sie leicht wieder abgerufen werden.

Das geht so: Stell dir eine schöne Situation in deinem Leben vor. Vielleicht war es eine bestandene Prüfung, ein romantisches Date oder ein schönes Abendessen mit Freunden.

Schliesse die Augen und stell dir diese Situation vor. Du bist mittendrin, es ist farbig und lebendig. Wer ist dabei, was hörst du, wie riecht es in dieser Situation. Bleibe in dem Moment und erlebe ihn.

Richte dich auf, entspanne den Bauch und das Gesicht. Nimm die Schultern zurück und strecke den Rücken. Atme ein paar Mal tief durch. Wahrscheinlich wirst du gleich merken, dass die Gefühle in dieser Körperhaltung besser werden.

Setze jetzt einen Anker, indem du eine charakteristische Bewegung machst. Bei mir sieht diese so aus: Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand berühren sich an den Fingerspitzen. Jetzt drücke ich die Fingerspitzen leicht gegeneinander.

Finde für dich eine ungewöhnliche, unauffällige Bewegung, die in jeder Situation machbar ist. Lächeln nicht vergessen.

Atme noch ein paar Mal ein und aus und öffne die Augen wieder. Wiederhole dieses «ankern» ein paar Mal. Bei mir wirkt dieser «Anker» Wunder.

Kinderbuch lesen oder hören

Kinderbücher machen richtig glücklich. Die meisten jedenfalls. Zum Beispiel «Oh, wie schön ist Panama» von Janosch. Der kleine Tiger und der kleine Bär reisen nach Panama. Die beiden sind einige Tage unterwegs und erleben Aufregendes. Irgendwann kommen sie dort an, wo sie gestartet sind und finden es wunderschön.

Oder der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery.
Es wird warm ums Herz, wenn der kleine Prinz sagt: «Für euch, die ihr den kleinen Prinzen liebt, und auch für mich ist das nicht einerlei, wenn irgendwo im Universum ein Schaf ist, das wir nicht kennen, wenn es eine Rose gefressen hat oder nicht … Betrachtet euch den Himmel. Fragt euch: Ja oder nein, hat das Schaf die Blume gefressen oder nicht? Dann werdet ihr sehen, wie sich alles verändert … Und keiner von den großen Leuten wird jemals verstehen, wie wichtig das ist!»
Als bekennender Fan von Hörbüchern, lasse ich mir die Geschichten vorlesen.

Ich will aber jetzt keine Leichtigkeit

Das Leben ist nicht lustig und ich will nichts beschönigen. Es gibt Momente, da will man einfach wütend oder traurig sein. Da gibt’s nur eines; Kopfhörer auf den Kopf oder Stöpsel rein und Musik aufdrehen, bis die Tränen kommen.
Zum Beispiel mit dem Lied, das Büne Huber (Patent Ochsner) für seine Mutter komponiert hat, die gestorben ist.

Für immer uf di von Patent Ochsner – ein Glas Wein und Taschentücher https://youtu.be/-U_awHiE2e0

Urchig Louenesee – Taschentücher bereithalten
https://youtu.be/KxDiLCFJsG4

Vielleicht ist es nicht Trauer, sondern Wut die raus muss.

Ton etwas lauter stellen bitte und unbedingt mitsingen
AC/DC Highway to hell


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