Werde ein unwiderstehlicher Alltags-Coach
Sei ein Coach für deine Freunde

Werde ein unwiderstehlicher Alltags-Coach

und deine Freunde werden dich lieben

Als leidenschaftliche Coachin, habe ich eine Werkzeugkiste. Ein paar nützliche Werkzeuge, stelle ich dir hier vor. Du kannst sie brauchen bei Freunden, Mitarbeitenden oder Arbeitskollegen. In meinem Wertesystem gibt es bei andern aber nichts zu reparieren– sie sind perfekt wie sie sind. Werkzeug ist nicht nur zum Flicken da es ist auch hilfreich, um ein neues Bild oder eine Lampe aufzuhängen, damit es noch schöner oder heller wird.

Stell dir vor, du wirst um Rat oder um Hilfe gefragt und du kannst, mit ein paar Kniffen, Freunden wirklich weiterhelfen. Dabei ist es aber wichtig, dass du frühzeitig bemerkst, wenn es ein professionelles Coaching oder eine Therapie braucht.
Dann nämlich, wenn es um schwerwiegende und tiefgreifende Probleme oder um ganz grosse Herausforderungen oder Traumata geht. In diesem Artikel zeige ich dir einige Instrumente, die du sofort einsetzen kannst um jemandem wirklich zu helfen. Werde die/der unwiderstehliche Alltags-Coach.

Ich zeige dir 10 solide Coaching-Methoden, die sofort funktionieren

1. Was solls denn sein?

Das fragt die Frau in der Bäckerei. Weshalb nicht auch du, wenn sich jemand bei dir beklagt?

Damit es nicht nur beim Klagen oder Jammern bleibt, könnte diese Frage helfen.
Was möchtest du von mir? Soll ich einfach zuhören? Möchtest du meine Meinung hören?

Möchtest du einen Hinweis oder kann ich für dich einen Kontakt zu XY herstellen?

Nicht alle werden dich dafür lieben. Aber wer nur klagen will, ist dann bei dir an der falschen Adresse.

2. Zuhören aber richtig

Aktiv zuhören heisst, mit allen Sinnen im Gespräch sein. Es geht nicht um dich, sondern um dein Gegenüber. Wer denkt «aktives Zuhören» sei andauerndes Kopfnicken, bestärkende Laute von sich zu geben und alles Gesagte zu wiederholen – hat etwas falsch verstanden. Das alles  ist nicht notwendig, um zu zeigen, dass man zuhört.

Stelle Fragen und interessiere dich für die Geschichte, die dir erzählt wird. Kaum etwas ist heilsamer als jemand, der zuhört. Siehe auch die Momo Methode auf meiner Homepage.

Es ist das allerbeste Instrument, das ich kenne.

Gelernt habe ich wirkliches Zuhören bei Ariel und Shya Kane

3. Erfolge teilen – Netzwerk, Ideen etc.

Es gibt die Menschen, die immer eine noch viel schlimmere Situation erlebt haben – kennst du das?

Oft werden wir gefragt: «Wie geht’s dir?» Bevor wir Luft holen können, um zu sagen: «Ähm ….

erzählt die fragende Person ihr ganzes Leid oder gar ihr ganzes Leben.
Teile Lösungen und Erfolge und nicht Probleme. Wenn du eine ähnliche Geschichte erlebt hast, wie die, die dir gerade erzählt wird, dann teile deine Erfahrung. Erzähle wie deine Lösung des Problems war. Biete Kontakte aus deinem Netzwerk an, die für die andere Person vielleicht hilfreich sein können.

Auf meinem Weg zur Trauerrednerin, stellte eine Freundin für mich den Kontakt zum Leiter des Krematoriums her. Für mich war dieses Treffen sehr wichtig.

4. Stärken stärken

Vielleicht ist deine Kollegin/dein Kollege oder Mitarbeiter im Zweifel, ob sie/er einer neuen Herausforderung gewachsen ist. Erinnere sie/ihn an eine frühere Situation, in der sie/er souverän gehandelt hat. So kannst du die Stärken aufzeigen, an die sie/er sich im Moment nicht selber erinnert.

5. Die Peppo Strassenkehrer Methode

Michael Ende erzählt im Buch «Momo» vom alten Strassenwischer Peppo. Er ist verantwortlich für die Sauberkeit von sehr langen Strassen. Peppo spricht langsam und nur, wenn ihm jemand gut zuhört. Auszug aus Momo:

Peppo dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Strasse auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Momo Michael Ende

Wie ist der nächste, kleine Schritt, der getan werden kann?

6. Eine simple Frage mit grosser Wirkung

«Was hält dich davon ab, das zu tun, was du für richtig hältst?»

7. Feenfrage

Du musst nicht an Märchen oder Wunder glauben um dieses Spiel zu spielen.

Wenn eine Fee käme und dir alle Wünsche erfüllen würde, wie würde dein Leben ab sofort aussehen? Als Kind fantasieren wir, was das Zeug hält, oder wir denken uns in andere Personen hinein.
«Ich bin jetzt die Lehrerin und du bist die Schülerin,» höre ich oft bei Kindern im Quartier.

Diese Frage regt die Fantasie an und Wünsche werden konkret und detailliert beschrieben.
Um sie festzuhalten, kann man sie auf Karten schreiben. Danach werden die Karten sortiert.

Die Wunschkarten, die aus eigener Kraft nicht zu erreichen oder in diesem Leben nicht mehr zu schaffen sind, werden aussortiert.

Auf den anderen Stapel kommen die Karten, für die keine Fee nötig ist, mit dem Motto: «Gibt’s keine Fee, brauchst du selbst eine Idee.»

8. Happy hour

Mit der Happy hour, erinnern wir uns an gelungene Arbeit. Als wären wir im Pub, beim Feierabenddrink. Wir feiern die Erfolge des Tages. Die Happy hour ist eine englische Erfindung und stammt aus einer Zeit, als das Leben noch geordneter war. Die Menschen arbeiteten von morgens bis abends. Erst am Abend wurde in den Bars Alkohol ausgeschenkt. Noch heute ist es für viele eine Gewohnheit, sich abends nach der Arbeit bei einem Bier zu treffen. Die Happy hour beendet die Arbeit und leitet zur Freizeit über. Man kümmert sich um sich und um die Mitmenschen.
In der Happy hour erinnern wir uns an das, was alles geleistet wurde.

Eine Möglichkeit ist diese:

  1. Setze dich für 30-45 Minuten mit einer Freundin/einem Freund hin. „Was ist dir heute besonders gelungen?“
  2. Vielleicht kommen zuerst keine schönen Erinnerungen. Vielleicht sind es eher stressige Momente, die ihm/ihr einfallen.
  3. Frage solange nach, bis sich besondere Stärken oder Talente zeigen. Wurde er/sie von jemandem gelobt? Ist etwas gut gelungen.
  4. Und nun ist Zeit, die kleinen Erfolge zu feiern.

Happy hour von Sabine Asgodom angepasst

9. Perspektivenwechsel

Oft empören wir uns: «Wie kann man (die Chefin natürlich) nur so sein oder so handeln?»

Frage bei deinem Gegenüber nach. «Wenn du deine Chefin wärst, was würdest du denken?»

Vielleicht machst du dich unbeliebt, weil jemand sich einfach beklagen will.

Doch es kann heilsam sein, für kurze Zeit in die Schuhe eines anderen zu stehen und aus seiner Sicht auf die Dinge zu sehen.

10. Die 7 A Methode – high speed Coaching

Eine Methode, die Sabine Asgodom in ihrem Buch: «So coache ich» beschreibt. Wenn jemand dich um eine Lösung fragt, kannst du nach dieser 7 A Methode vorgehen. Auf diese Weise kommt man schnell zu ersten Schritten, was im Coaching oft wesentlich ist.

Du kannst deinem Gegenüber diese 7 Fragen stellen.

Auftrag erteilen – wofür brauchst du eine Lösung?

Abfragen – welche Überlegungen sind schon vorhanden?

Alternativen – welche Möglichkeiten siehst du?

Abwägen – welche Pros und Contras siehst du?

Aktiv werden – was willst du tun?

Allianzen – wer kann dir dabei helfen?

Abschluss – wann geht’s los?

Darf ich dich coachen – ich hab da eine passende Methode. Bevor du loslegst, versichere dich, dass dein Gegenüber an einer Lösung interssiert ist.

Und nun, viel Spass beim Umsetzen mit Freunden. Ich freue mich sehr auf deinen Kommentar. Und wenn du oder deine Freunde ein professionelles Coaching möchte – folge diesem Link.

Quellen:
Asgodom Sabine, So coache ich
Ende Michael, Momo




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