Hast du den Mut, Stille auszuhalten

Hast du den Mut, Stille auszuhalten

Samstagmorgen Anfang April. Eine Schneedecke liegt über der Stadt und es ist stiller als sonst. Angenehm still.

Stille kann erfüllend und angenehm sein. Manchmal fühlt sich Stille an, als wäre man in warme Tücher eingepackt.
Und manchmal ist sie voller Spannungen.

Nach einem Streit kann sie schmerzhaft sein. Niemand spricht und es entsteht ein Vacuum, bis eine/r von beiden die Stille durchbricht. Vielleicht ist es eine Entschuldigung und man kann wieder aufeinander zugehen und bemerkt, dass vielleicht der/die andere auch ein bisschen Recht hatte.

Die spannungsgeladene Stille, bevor das Konzert oder der Film im Kino beginnt. Bevor die Band aus dem Schatten hervortritt auf die Bühne. Wir haben lange darauf gewartet und jetzt ist der Moment da.

Die Stille im Wald, beim Spaziergang, am besten mit Menschen, die Stille aushalten können. Es braucht Vertrauen, gemeinsam zu schweigen.

Stille aushalten

An einer Beerdigung gestalte ich als Trauerrednerin stille Momente. Zeit, in der die Gedanken zurück wandern können und Erinnerungen wach werden. Die Stille gibt Zeit, wieder richtig durchzuatmen. Nichts sagen zu müssen und auch niemandem zuhören zu müssen. Vielleicht gibt es Tränen oder ein Schmunzeln, weil wir uns an etwas Besonderes erinnern.

Immer wieder entdecke ich stille Momente, die mich erfüllen.

Was sind für dich stille Momente?

Und hier noch der passende Titel von Simon and Garfunkel – Sound of Silence

Hund Tapas im Schnee
Tapas im Schnee

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Anita Rothweiler

    Schön die Gedanken über die Stille
    Anita

Kommentar verfassen