Unterwegs mit der Krimiautorin

Der Zug fährt in Richtung Laupen, und es wird Zeit den Krimi in die Tasche zu stecken. Es ist nämlich keiner von Anita Flessenkämper.
Der Detektiv der Laupener Krimiatutorin heisst Herr Minder. Der Rentner ist oft im Stedtli, so wird Laupen von den Einheimischen genannt, mit seinem Appenzeller Hund Prinz unterwegs. Wenn Minder in seinen Recherchen nicht weiterkommt, trinkt er mit seinem Freund Kari Kaffee oder auch mal ein, zwei Gläschen Eigenbrand und bespricht die Lage. «Ein klarer Fall für einen Klaren,» sagt  Kari und schenkt noch ein Glas ein. Nach dem vierten Glas sieht der Fall anders aus. Unermüdlich löst Minder kleine und grosse Fälle in Laupen und bis weit ins Ausland.

Anita Flessenkämper ist begeistert von ihrem Stedtli. Sie kennt jeden Winkel und jede Gasse. In den Gassen, vorbei an schönen Gärten durch den mittelalterlichen Stadtkern, führt der Weg hoch zum Schloss. Dort steht die alte Blide, eine mittelalterliche Wurfmaschine. Jedes Jahr wird diese Wurfmaschine im Juni für den Schlachtgedenktag (Schlacht von 1339) bereit gemacht. Heute sind es nicht mehr grosse Steine, die als Wurfgeschoss dienen, sondern einen mit Wasser gefüllten Ballon in einem Jutesack. Anita beschreibt begeistert, wie die Blidenknechte die grossen Geschosse wegschleudern. Wie damit geschossen wird, ist in diesem Video zu sehen. https://youtu.be/oLHi3O5zt6k

Steht man oben beim Schloss, ist die Sicht über die Gärten, die Sense und bei gutem Wetter sogar bis in die Alpen einmalig.

Wo wohnt er denn nun Herr Minder und hat er Fälle die er löst? Da steht ein Haus beim Bärenplatz, mitten in Laupen. Die Wohnung mit Sicht auf die Strasse und den Platz, das könnte Herr Minders Wohnung sein. Er ist wieder an einem Fall, verrät Anita Flessenkämper. Mehr will sie nicht verraten. In ihrem vierten Fall «Neroberg» geht Minder bis nach Wiesbaden, um zu recherchieren. Man kann sich freuen auf seinen Spürsinn, wenn er mit dem Appenzeller Hund Prinz auf der Suche nach Mördern und Dieben ist. Vielleicht wird dann das beschauliche Laupen wieder zur Kulisse des neuen Krimis.

Leseproben der vier Krimis von Anita Flessenkämper-Bucher

http://www.laupenerkrimis.ch/

Laupen Region

http://www.regionlaupen.ch/

 

Lass dich von Freunden durch ihre Stadt führen oder führe jemanden, durch deine Stadt oder dein Dorf. Als Tourist oder «Fremdenführerin» Neues zu entdecken ist eine schöne Gelegenheit gemeinsam unterwegs zu sein. Von welchem Ort bist du begeistert und was ist das Besondere?

 

 

Begegnungen auf einer Wanderung

Im Mai 2017 hatte ich meine Seite mit Unterstützung von Freunden aufgebaut. Das Thema «Lehren und Lernen» war für mich wichtig, denn dazu habe ich etwas zu sagen.

Jetzt habe ich mich entschlossen, den Blog neu auszurichten. Es sollen Erlebnisse, Einsichten und Erfahrungen sein, über die hier berichtet wird. Dinge die mir wichtig sind; peinliche, lustige, traurige und besinnliche Momente sollen hier beschrieben sein. Natürlich in der Hoffnung, dass jede Leserin und jeder Leser sich amüsiert oder etwas Nützliches mitnehmen kann.
Es sollen auch Interviews und Geschichten mit interessanten Persönlichkeiten und Viechern drin Platz haben.

Braunvieh

Der Streit mit Braunvieh Mutterkuh Bella
Mit prächtigen Hörnern steht sie da Bella, ein Grauvieh. Grau-braun mit weissen Fransen an den Ohren. Neben ihr steht eine zweite Kuh.
Meinen Hund Tapas halte ich an der kurzen Leine, wie es sich gehört, wenn man eine Kuhweide durchquert. Schön dem Zaun entlang, nicht auffallen.
Bella und ihre Kuh-Kollegin kommen neugierig näher. «Ist alles gut,» sage ich zu Bella, «wir sind gleich wieder weg.» Doch Bella will es genauer wissen: „Hei was willst du hier mit deinem Hund?“, scheint sie zu fragen. „Geh weg, ich mache deinen Kälbern nichts, wir sind gleich weg“, erkläre ich ihr ruhig, und sie trottet mit ihrer Kuh-Kollegin weg.

Doch der Zaun hat am anderen Ende der Weide keinen Ausgang, er ist hoch und elektrisch geladen, für Tapas und mich gibt es hier kein Durchkommen. Offensichtlich führt der Wanderweg doch nicht hier durch, und ist vor dem Gattertor schlecht markiert. Wir müssen umkehren und noch einmal bei Bella vorbei.

Doch Bella fragt diesmal nicht. Sie kommt mit Verstärkung – jetzt sind sie zu viert – und greifen wirklich an. «Weg hier, lass unsere Kälber in Ruhe!», und schon liege ich am Boden. Tapas flieht mitsamt der Leine. Ich schreie: «Nein – lass mich, ich tue doch den Kälbern nichts!». Doch das hilft nicht mehr: Alle vier treten mich mit ihren Füssen.
……
Endlich kann ich wieder aufstehen. Doch Bella rennt auf mich zu und lädt mich auf die Hörner und spickt mich durch die Luft. «Weg jetzt mit dir!», heisst das sicher. Da liege ich wieder, über mir 4×4 Hufe. Wenige später kommt Bella mit ihrem grossen Kopf nah an mein Gesicht, ich sage gar nichts mehr und stelle mich tot. «Girls, es ist genug, lasst sie laufen. Sie hat ihren Teil gelernt. Sie ist K.O. und tut unseren Kälbern nichts mehr, wir lassen sie gehen.» Bella und ihre Kolleginnen trotten davon. Ich stehe auf, sammle Brille und Hut und suche nach Tapas. Ausserhalb der Weide sehe ich sie im Schatten sitzend warten.

Ich humple davon und komme mit vielen blauen Flecken und einigen Knochenbrüchen davon.
Danke Bella, dass ihr mich habt leben lassen.

Österreichs 10 Regeln im Umgang mit Weidevieh
https://www.youtube.com/watch?v=NYVYvHiHsKU&feature=youtu.be

Trauffer Müeh mit de Chüeh

Kuh-Bild oben von Bettina Thannheimer auf Pixabay.com